So klappt’s auch mit der Kletterpflanze

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Bei diesem Gartentipp handelt es sich diesmal um Sichtschutzpflanzen.

Bei diesem Gartentipp handelt es sich diesmal um Sichtschutzpflanzen. Kletterpflanzen können als Sichtschutz für die heimische Terrasse und den Balkon dienen. Darüber hinaus blühen die verschiedenen Sorten in den vielfältigsten Farben und Formen. Für Pflanzen-Greenhorns eignen sich besonders pflegeleichte Kletterpflanzen. 

Sichtschutz-Pflanzen für mehr Privatsphäre

Kletterpflanzen können als Sichtschutz für die heimische Terrasse und den Balkon dienen. Darüber hinaus blühen die verschiedenen Sorten in den vielfältigsten Farben und Formen. Für Pflanzen-Greenhorns eignen sich besonders pflegeleichte Kletterpflanzen. Sie rankt sich gerne an Spalieren, Rosenbögen oder Baumstämmen empor. Damit sie richtig blüht und Sie lange Freude an ihrer Kletterpflanze haben, haben wir hier für Sie nützliche Informationen und Pflegetipps für Sie zusammengestellt. Am Beispiel der Clematis können Sie tiefer in die Materie eindringen. 

Folgende Punkte sind zu beachten:

  1. Optimaler Sichtschutz
  2. Rankhilfe
  3. Standort

Beispiel Clematis:

  • Regelmäßig gießen
  • Schneiden
  • Vermehrung
  • Krankheiten: Clematiswelke
  • Clematis für den Einsteiger

Kletterpflanzen als natürlicher Sichtschutz

Optimaler Sichtschutz

Für Privatsphäre auf der eigenen Terrasse, den Balkon oder Garten hält Mutter Natur etwas bereit: Kletterpflanzen.

Mit ihren Blättern und Blüten schützen sie vor Sonne, Wind und neugierigen Blicken. Man kann vorgezogene Kletterpflanzen online kaufen, dann ist der Sichtschutz in wenigen Wochen perfekt. In Kisten und Kübeln fühlen sich die Kletterpflanzen auf Terrassen und Balkonen auch sehr wohl.

Kletterpflanzen brauchen aber starke Rankhilfen, die Blätter und Blüten sicher trägt.

Rankhilfen

Für Terrasse und Balkon sollten die Stützen möglichst bis zum Boden des Kübels oder des Kastens reichen. Die Gefäße brauchen einen starken Halt, denn die Kletterpflanzen bieten dem Wind eine breite Angriffsfläche. Außerdem müssen die Triebspitzen regelmäßig an die Kletterhilfen herangeleitet werden. Holz- oder Bambusstäbe sind ebenso geeignet wie einfache Baustahlgitter oder Schnüre aus verrottbaren Materialien wie Jute, Kokos- und Hanffasern. Für Neupflanzungen bieten sich Pyramiden aus Weidenruten oder Rankgitter-Körbe sowie Klettertürme aus verzinktem Stahl an: Nicht zu verachten ist auch die richtige Wahl des Standortes...

Beispiel: Clematis

Mit mehreren hundert Sorten ist die Waldrebe oder auch Clematis die wandlungsfähigste Kletterpflanze. Es gibt sie in vielen Farben von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu tiefem Violett. Die Blüten sind mal handtellergroß, mal klein, mal einfach, mal gefüllt. Einige Sorten werfen das Laub im Winter ab, andere sind das ganze Jahr über grün. Während die heimische Waldrebe (Clematis vitalba) sich mit ihren langen, belaubten Lianen gut zur Fassadenbegrünung eignet, bilden großblumige Hybriden mit langer Blütezeit leider kein geschlossenes Blattbild. Eines haben jedoch alle Varianten gemeinsam: Sie mögen ein warmes Köpfchen und einen kühlen Fuß.

Der richtige Standort

Clematis fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten am wohlsten. Der beste Standort ist nach Süden oder Westen gelegen. Die Erde sollte recht nährstoffreich sein und vor allem durchlässig, denn Staunässe verträgt die Clematis keinesfalls. Wasser ist aber wichtig...

Regelmäßig gießen

Generell sind Clematis sehr durstige Pflanzen, die möglicherweise ihren Besitzern damit sehr ähneln. Natürlich sollen sie somit regelmäßig bewässert werden müssen. Grade im Frühling und im Sommer. Sie mag es am Boden eher feucht und schattig, in der Höhe darf es dann sonnig werden. Den Fuß der Pflanzen kann man daher am besten mit Mulch bedecken, dann trocknen die empfindlichen Wurzeln nicht aus. Zum Pflegeprogramm gehört aber auch noch der Einsatz einer Schere...

Clematis schneiden

Beim Schnitt unterscheidet man zwischen Clematis, die im Frühling blühen und bei solchen, die im Sommer blühen. Bei den Frühlingsblühern schneidet man am besten erst nach der Blütezeit ein bisschen in Form. Die Sommerblüte hingegen wird am besten, wenn man im Februar oder März ganz ordentlich auf eine Höhe von 30 bis 40 cm herunter schneidet. Aus eins mach zwei...oder drei...oder vier...

Vermehrung

Durch Ableger

Die Clematis lässt sich durch Ableger vermehren. Dazu füllt man einen Blumentopf mit Erde und gräbt ihn neben der Mutterpflanze in den Boden. Danach löst man einen kräftigen Trieb von der Hauptpflanze, zieht ihn über den Blumentopf und biegt ihn dann nach oben. Der "Knick" sollte sich an einem so genannten Knoten, einer sichtbaren Verdickung befinden. Damit ist jedoch nicht gemeint, den Trieb wirklich abzuknicken, die Pflanze darf nicht verletzt werden, sondern nur gebogen. Diese Stelle wird leicht in die Erde gedrückt. Dort bildet die Clematis später neue Wurzeln. Das dauert allerdings einige Zeit. Der Rest des Triebs wird an einem Stab festgebunden, damit er aufrecht nach oben wächst. Haben sich Wurzeln gebildet, kann man den Ableger von der Mutterpflanze trennen. Es geht aber auch etwas einfacher, dafür ist die Methode mit etwas mehr Aufwand verbunden.

Durch Stecklinge:

Kletternde Arten der Clematis kann man auch durch einfache Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man im Frühling oder Frühsommer fünf bis acht Zentimeter große Stecklinge von der Pflanze ab. Die werden dann in einen Blumentopf gesteckt, bis sie Wurzeln gebildet haben. Man kann den Topf auch jenseits von praller Sonne mit Hilfe von zugebundener Klarsichtfolie zu einer Art Gewächshaus machen. Haben die Stecklinge Wurzeln topft man sie in größere Töpfe um. Im nächsten Frühjahr kommen die Pflanzen ins Freie und werden zum Ende des Frühlings endgültig eingepflanzt.

Krankheiten: Clematiswelke

Auch hier ist mal wieder einen Pilz der Übeltäter. Man erkennt die Clematiswelke an bräunlichen Flecken an den Blättern, die sich rasch ausbreiten. Innerhalb weniger Tage sterben befallene Triebe ab. Als Maßnahme werden die befallenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Die kranken Pflanzenteile bitte nicht auf dem Kompost, sondern in den Hausmüll. Verbreitungsgefahr. Anschließend muss die Clematis mit einem Fungizid behandelt werden.

Clematis-Sorten für Einsteiger

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfiehlt für Anfänger Pflanzen wie Clematis alpina und die C.montana. Sie blühen Ende April bis Mai, ein leichter Schnitt erfolgt gleich nach der Blüte.

Recht robust und deswegen auch für Einsteiger gut geeignet sind die Pflanzen der Viticella-Gruppe. Sie blühen ab Mitte Juni und müssen kräftig geschnitten werden.

Die Baumschule Wedrowski hält hier eine große Auswahl an Kletterpflanzen für Sie bereit:

Für mehr Informationen zu unseren Gartentipps:

Baumschule Clematisy.com

Marek Wedrowski
Ulica Glowna 51
83-211 Kolincz
Polen
www.clematisy.com